Papst Leo begrüßt Waffenstillstand im Iran-Krieg als „Zeichen lebendiger Hoffnung“
Papst Leo XIV. hat am Mittwoch den angekündigten zweiwöchigen Waffenstillstand im Iran-Krieg begrüßt. Seit Ende Februar, als die USA und der Staat Israel den Iran angriffen, herrschte in der gesamten Region Krieg. Weil der Iran daraufhin die Straße von Hormus blockierte, kam es in aller Welt zu massiven Preisanstiegen für Sprit und andere wichtige Güter.
„Angesichts der großen Spannungen der letzten Stunden im Nahen Osten und in der ganzen Welt begrüße ich die Ankündigung eines sofortigen zweiwöchigen Waffenstillstands mit Zufriedenheit und als Zeichen lebendiger Hoffnung“, sagte Leo am Mittwoch bei der Generalaudienz. „Nur durch die Rückkehr an den Verhandlungstisch kann ein Ende des Krieges erreicht werden.“
„Ich rufe dazu auf, diese Zeit heikler diplomatischer Bemühungen mit Gebeten zu begleiten, in der Hoffnung, dass die Bereitschaft zum Dialog zum Mittel zur Lösung anderer Konfliktsituationen in der Welt werden möge“, fuhr der Pontifex fort.
Zudem erneuerte er seine Einladung, „sich mir bei der Gebetsvigil für den Frieden anzuschließen, die wir hier im Petersdom am Samstag, dem 11. April, feiern werden“. Die zu Ostern angekündigte Veranstaltung soll um 18 Uhr beginnen.
Im Libanon geht die israelische Militäroffensive unterdessen weiter. Nach dem Angriff auf den Iran durch die USA und den Staat Israel hatte die pro-iranische Terrororganisation Hisbollah, die im Libanon beheimatet ist, mit Gegenschlägen auf israelische Ziele geantwortet.
Daraufhin kam es zu einer umfassenden militärischen Aktion des Staates Israel gegen den Libanon, der inzwischen tausende Menschen zum Opfer gefallen sind, darunter viele Christen. Hunderttausende Libanesen sind auf der Flucht nach Norden.