DBK-Chef Wilmer dankt ehemaligen Nuntius Eterović für dessen Dienst

DBK-Chef Wilmer dankt ehemaligen Nuntius Eterović für dessen Dienst

Bischof Heiner Wilmer SCJ hat dem bisherigen Apostolischen Nuntius in Deutschland, Erzbischof Nikola Eterović, für dessen Dienst gedankt. Am Donnerstag hatte Papst Leo XIV. das altersbedingte Rücktrittsgesuch des Erzbischofs angenommen und Erzbischof Hubertus van Megen aus den Niederlanden zum neuen Vatikanbotschafter in Deutschland ernannt.

„Zahlreiche Gedanken haben Sie stets durch Ihre Grußworte bei Bischofsweihen und Amtseinführungen, Katholikentagen und eben unseren Vollversammlungen vermittelt; dass Sie mancher Entwicklung der katholischen Kirche in Deutschland kritisch gegenüberstehen, wurde darin deutlich“, erklärte Wilmer am Donnerstag.

„Umso mehr weiß ich zu schätzen, dass Sie bei aller verständlichen kritischen Distanz zum Synodalen Weg der Kirche in unserem Land diesen Weg durch Ihre persönliche Präsenz mit begleitet haben“, so der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) weiter. „Dafür möchte ich Ihnen ausdrücklich danken.“

Eterović hatte im Auftrag des Vatikans in der Vergangenheit deutliche Kritik am Synodalen Weg geübt, der in Form einer Synodalkonferenz verstetigt werden soll. Vor rund drei Jahren, im Februar 2023, schrieb der Nuntius an die deutschen Bischöfe, er sei „von Amts wegen beauftragt“ worden „zu präzisieren, dass nach richtiger Auslegung des Inhalts dieses Schreibens nicht einmal ein Diözesanbischof einen synodalen Rat auf diözesaner oder pfarrlicher Ebene errichten kann“.

Der Begriff Synodaler Rat für das Gremium zur Verstetigung des Synodalen Wegs wurde inzwischen zu den Akten gelegt und durch den Begriff Synodalkonferenz ersetzt. Inwiefern inhaltliche Korrekturen erfolgten, muss der Vatikan beurteilen, dem die Satzung inzwischen vorliegt. Der springende Punkt ist die Idee des gemeinsamen Beratens und Entscheidens von Diözesanbischöfen und Nicht-Bischöfen. In der Satzung heißt es dazu: „Sie berät und fasst Beschlüsse im Sinne ‚synodaler Entscheidungsprozesse‘ (vgl. Abschlussdokument der Bischofssynode, Nr. 94) zu wichtigen Fragen des kirchlichen Lebens von überdiözesaner Bedeutung.“

Der Vatikan unter Papst Franziskus und nun unter Papst Leo forderte trotz aller Kritik am Synodalen Weg nie förmlich, den Prozess mit seinen teils radikalen Änderungsbestrebungen an der überlieferten kirchlichen Lehre zu beenden und Gremien nur so einzurichten, wie es kirchenrechtlich problemlos möglich ist und wie sie in Deutschland auf allen Ebenen existieren. Nun besteht die Lösung der deutschen Frage entweder darin, die Satzung zu genehmigen, womit alle bisherige vatikanische Kritik als substanzlos erscheinen würde, oder die Satzung abzulehnen, wodurch der Eindruck entstünde, dass der Vatikan erst dann durchgreift, wenn es um die Macht der Bischöfe geht, nicht aber zuvor, wenn zentrale Punkte der katholischen Lehre in Frage gestellt wurden – etwa mit Blick auf Frauenordination, die reguläre Taufspendung durch Laien und Homosexualität.

Eterović hatte 2023 betont, dass Synodalität nicht „neue Einrichtungen mit dem Risiko einer weiteren Zunahme an Bürokratie“ bedeute. Stattdessen sei „geboten, die bereits bestehenden diözesanen Gremien im synodalen Geist zu beleben“. Synodalität sei „mehr eine Frage des Geistes und des Stils als der Strukturen“. Nichtsdestotrotz wurde der Synodale Weg fortgesetzt, auch wenn sich vier Diözesanbischöfe – von Köln, Eichstätt, Passau und Regensburg – nicht weiter daran beteiligen wollten.

Wilmer betonte am Donnerstag auch: „Durch Ihren Dienst in unserem Land machen Sie deutlich, dass der Heilige Stuhl als völkerrechtliches Subjekt in der Politik und in der Gesellschaft präsent ist. Und das trägt zu einer guten Stabilisierung des Staat-Kirche-Verhältnisses bei. Mit Ihnen dürfen wir eine Persönlichkeit erleben, die die diskrete vatikanische Diplomatie repräsentiert und mit Leben füllt.“

Eterović war seit 2013 der Papstbotschaft in Deutschland. Er stammt aus dem ehemaligen Jugoslawien bzw. dem heutigen Kroatien. Seit 1980 war er im Diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls tätig.

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