„Vor allem aber steht ein Bruder vor euch“: Papst Leo in Algerien angekommen

„Vor allem aber steht ein Bruder vor euch“: Papst Leo in Algerien angekommen

Papst Leo XIV. hat gleich nach seiner Ankunft in Algier, der algerischen Hauptstadt, das nationale Märtyrerdenkmal „Maqam Echahid“ besucht. Das Denkmal bezieht sich auf den Algerienkrieg und die Unabhängigkeit des Landes von Frankreich.

„Ich danke Gott, dass er mir die Möglichkeit gibt, euer Land als Nachfolger des Apostels Petrus zu besuchen, nachdem ich dies bereits zweimal in der Vergangenheit als Angehöriger des Augustinerordens getan habe“, so die ersten Worte des Papstes. „Vor allem aber steht ein Bruder vor euch, der sich freut, bei dieser Begegnung die Bande der Zuneigung zu erneuern, die unsere Herzen einander näherbringen.“

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„Algerien ist ein großes Land mit einer langen Geschichte und reichen Traditionen, die bis in die Zeit des heiligen Augustinus und noch ein gutes Stück weiter zurückreichen“, betonte Leo in englischer Sprache. „Diese Geschichte ist auch von Leid geprägt, von Zeiten der Gewalt, die ihr jedoch dank der edlen Gesinnung, die euch auszeichnet und die ich auch heute noch hier spüre, mit Mut und Aufrichtigkeit überwinden konntet.“

Der Besuch des Märtyrerdenkmals „Maqam Echahid“ sei „eine Würdigung dieser Geschichte und der Seele eines Volkes, das für seine Unabhängigkeit und die Würde und Souveränität dieser Nation gekämpft hat“.

An dieser Stelle formulierte der Papst einen allgemeinen Friedensappell, indem er sagte: „An diesem Ort denken wir daran, dass Gott für jede Nation Frieden wünscht: einen Frieden, der nicht nur in Konfliktfreiheit besteht, sondern Ausdruck von Gerechtigkeit und Würde ist. Und dieser Friede, der es ermöglicht, mit versöhntem Herzen in die Zukunft zu gehen, ist nur durch Vergebung möglich.“

„Der wahre Befreiungskampf wird erst dann endgültig gewonnen sein, wenn der Friede der Herzen erreicht ist“, unterstrich er. „Ich weiß, wie schwer es ist, zu vergeben. Doch angesichts der weltweit immer zahlreicher werdenden Konflikte darf man nicht von Generation zu Generation Groll um Groll anhäufen.“

Schließlich kam Papst Leo wieder auf Algerien zurück. Wie jedes Volk habe Algerien „ein einzigartiges Erbe an Geschichte, Kultur und Glauben“: „In diesem Erbe nimmt der Glaube an Gott einen zentralen
Platz ein: Er erleuchtet das Leben der Menschen, stärkt die Familien und lässt das Gefühl von
Geschwisterlichkeit wachsen. Ein Volk, das Gott liebt, besitzt den wahren Reichtum, und das
algerische Volk bewahrt diesen Edelstein in seiner Schatzkammer.“

Am Ende der Ansprache zitierte der Papst die Seligpreisungen der Bergpredigt, denn wahre Freiheit sei „nicht nur ein Erbe, man muss sich jeden Tag neu dafür entscheiden“.

EWTN überträgt alle öffentlichen Programmpunkte der Afrika-Reise von Papst Leo XIV. live im Fernsehen sowie online im Stream. Die Programmpunkte mit genauen Uhrzeiten sowie die entsprechenden Links für den Stream finden Sie HIER.

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