Passauer Bischof Oster ist „über Trump nur mehr fassungslos“

Passauer Bischof Oster ist „über Trump nur mehr fassungslos“

Der Passauer Bischof Stefan Oster SDB hat sich „über Trump nur mehr fassungslos“ gezeigt, nachdem der US-Präsident einen scharfen verbalen Angriff auf Papst Leo XIV. formuliert hatte. Donald Trump hatte den Pontifex am Sonntag in einem längeren Beitrag in den sozialen Medien, der offenbar eine Reaktion auf dessen jüngste Appell für Frieden und ein Ende des Iran-Kriegs war, als „schwach im Umgang mit Kriminalität und furchtbar in der Außenpolitik“ charakterisiert.

Kurz darauf erklärte Trump außerdem gegenüber Reportern, er glaube nicht, dass der Papst „seine Sache besonders gut macht“. Er fügte hinzu, er sei „kein Fan von Papst Leo“, der wiederum „ein sehr liberaler Mensch“ sei.

Oster bezog sich am Montag in den sozialen Medien auf den US-amerikanischen Bischof Robert Barron, der für sein Medienapostolat bekannt ist und in einer von der Trump-Regierung eingerichteten Kommission für Religionsfreiheit sitzt: „Nachdem sich Donald Trump nun in einer für mich erschreckenden Weise über Papst Leo geäußert hat, ist auch Bischof Barron deutlich auf Distanz zum US-Präsidenten gegangen – und hat von ihm eine Entschuldigung gegenüber Papst Leo gefordert.“

„Ich selbst bin über Trump nur mehr fassungslos und halte ihn tatsächlich schon seit seiner ersten Präsidentschaft für gefährlich – in vielerlei Hinsicht“, erklärte Oster. „Daher bin ich auch für diese Distanzierung Barrons sehr dankbar. Und um auch das deutlich zu sagen: Nein, nach meiner persönlichen Kenntnis und Überzeugung ist Barron kein Anhänger der MAGA-Bewegung.“

Als MAGA-Bewegung („Make America Great Again“) werden die Anhänger von Trump bezeichnet, wobei die Bewegung eine große Bandbreite hat und durch den Iran-Krieg, der von den USA und dem Staat Israel Ende Februar begonnen wurde, vermehrt Spaltungserscheinungen aufgetreten sind.

Barron nutze seine Beteiligung an der Kommission für Religionsfreiheit „ausdrücklich“ dazu, „das Evangelium und die katholische Soziallehre zu verkünden“, stelle Barron klar. Gleichzeitig hielt er fest: „Ob das allerdings nach den jüngsten Ausfällen Trumps und den veröffentlichten Ereignissen der Kommission noch in einer neutralen Weise möglich ist, ohne dadurch kompromittiert zu werden, wage ich zu bezweifeln.“

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