DBK-Vorsitzender Wilmer und ZdK-Präsidentin Stetter-Karp sprechen über Synodalen Weg

DBK-Vorsitzender Wilmer und ZdK-Präsidentin Stetter-Karp sprechen über Synodalen Weg

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) haben sich am Mittwoch getroffen, um über den deutschen Synodalen Weg und andere Themen zu sprechen. Bischof Heiner Wilmer SCJ übernahm erst im Februar das Amt des DBK-Vorsitzenden, während Stetter-Karp schon seit vielen Jahren an der Spitze des ZdK wie auch des Synodalen Wegs steht. Wilmer stimmte als Bischof von Hildesheim beim Synodalen Weg jedoch regelmäßig mit der Mehrheit für teils drastische Änderungsbestrebungen an der überlieferten kirchlichen Lehre.

Mit Blick auf den Synodalen Weg erklärte der DBK-Vorsitzende: „Wir sind auf einem guten Weg und es ist wichtig, dass wir weltkirchliche Erfahrungen auf diesem Weg in unser Handeln integrieren. Bei allem braucht es Geduld. Gerade deshalb ist es gut, wenn wir uns auf dem Katholikentag dieses Weges vergewissern können.“

Der Katholikentag findet in wenigen Wochen in Würzburg statt. Er wird vom ZdK organisiert, aber natürlich beteiligen sich auch die Bischöfe daran. Auch Wilmer und Stetter-Karp werden gemeinsam an verschiedenen Veranstaltungen teilnehmen.

Die ZdK-Präsidentin betonte, „dass der Katholikentag uns vor allem zum Handeln mahnt. Er trägt das Leitwort ‚Hab Mut, steh auf!‘ Ich will mich von diesem Mut anstecken lassen. Ich vertraue der Erneuerungskraft des Evangeliums. Und ich hoffe sehr, dass die fünf Tage in Würzburg viele Menschen inspirieren und ermutigen.“

„Wir laden alle Interessierten ein, nach Würzburg zu kommen. Man kann sich immer noch anmelden und auch Tagesgäste sind willkommen“, fügte sie hinzu, während Wilmer ergänzte: „Gemeinsam sagen wir: Nutzen Sie die Chance von Begegnung und Gespräch beim Katholikentag. Herzliche Einladung nach Würzburg.“

Der deutsche Synodale Weg soll nach dem Willen der deutlichen Mehrheit der Teilnehmer an diesem Prozess, darunter auch eine Mehrheit der Bischöfe, in eine Synodalkonferenz überführt werden – ein neues Gremium, das nicht nur einige Jahre tagen, sondern permanent sein soll. Unklar bleibt, ob die zuständigen vatikanischen Stellen die Satzung der Synodalkonferenz genehmigen werden.

Die weiterhin kritische Frage mit Blick auf die Satzung ist jene nach dem gemeinsamen Beraten und Entscheiden von Diözesanbischöfen und Nicht-Bischöfen, was im Vatikan zumindest in den vergangenen Jahren auf Widerstand stieß. In der Satzung heißt es konkret, die Synodalkonferenz „berät und fasst Beschlüsse im Sinne ‚synodaler Entscheidungsprozesse‘ (vgl. Abschlussdokument der Bischofssynode, Nr. 94) zu wichtigen Fragen des kirchlichen Lebens von überdiözesaner Bedeutung.“

Der Vatikan unter Papst Franziskus und nun unter Papst Leo forderte trotz aller Kritik am Synodalen Weg nie förmlich, den Prozess mit seinen teils radikalen Änderungsbestrebungen an der überlieferten kirchlichen Lehre zu beenden und Gremien nur so einzurichten, wie es kirchenrechtlich problemlos möglich ist und wie sie in Deutschland auf allen Ebenen existieren.

Nun besteht die Lösung der deutschen Frage entweder darin, die Satzung zu genehmigen, womit alle bisherige vatikanische Kritik als substanzlos erscheinen würde, oder die Satzung abzulehnen, wodurch der Eindruck entstünde, dass der Vatikan erst dann durchgreift, wenn es um die Macht der Bischöfe geht, nicht aber zuvor, wenn zentrale Punkte der katholischen Lehre in Frage gestellt wurden – etwa in Sachen Frauenordination, aber auch, was homosexuelle Betätigung angeht.

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