Scheidender Kölner Generalvikar Assmann blickt zurück auf „vier spannende Jahre“
Der scheidende Kölner Generalvikar, Msgr. Guido Assmann, hat in einem Interview mit dem Kölner Domradio am Mittwoch auf „vier spannende Jahre“ zurückgeblickt. Er habe „viele Entwicklungen begleiten“ können, „die in den vergangenen Jahren maßgeblich vom Erzbischof vorangetrieben wurden. Das erfüllt mich zunächst mit großer Dankbarkeit. Das war eine schöne Erfahrung.“
Die Erzdiözese Köln hatte am Montag angekündigt, dass sich Assmann zukünftig auf seine Aufgabe als Dompropst konzentrieren werde. Als Generalvikar wird ab Juni Pfarrer Tobias Hopmann tätig sein, der derzeit noch eine Großpfarrei in Euskirchen leitet.
Assmann räumte derweil ein, seine Zeit als Generalvikar sei auch „mit einer erheblichen Belastung verbunden“ gewesen: „Neben meiner Aufgabe als Dompropst, für die ich ursprünglich aus der Seelsorge nach Köln gerufen wurde, habe ich zusätzlich den Dienst des Generalvikars übernommen. Das war manchmal ein Spagat. Mit den Kräften, die Gott mir geschenkt hat, habe ich versucht, beiden Aufgaben gerecht zu werden.“
„Ich wünsche meinem Nachfolger sehr, dass er die Entwicklungen der vergangenen Jahre gut aufnehmen und gemeinsam mit dem Erzbischof weiterführen kann“, betonte Assmann. „Ich glaube, dass dafür bereits gute Weichen gestellt wurden. So ist etwa der Diözesanpastoralrat neu aufgestellt worden, indem mehr Menschen aus dem gläubigen Volk Gottes einbezogen wurden und eine breitere Beteiligung in vielen Gremien möglich ist. Auch die wirtschaftliche Situation des Bistums ist so geordnet, dass wir verantwortungsvoll in die Zukunft gehen können.“
„Mit der pastoralen Schwerpunktsetzung wurden klare Linien für die kommenden Jahre entwickelt und durch die Bildung von Pastoralen Einheiten ist auch für die pfarrliche Seelsorge eine gewisse Stabilität entstanden“, fügte er hinzu. „Ich hoffe sehr, dass mein Nachfolger seine Erfahrungen aus der Pfarrseelsorge der letzten Jahre in die Arbeit im Generalvikariat einbringen kann. Denn Verwaltung ist kein Selbstzweck: Sie dient der Kirche von Köln und damit den Pfarreien, den Gremien und den Verbänden. Wenn dieser dienende Blick erhalten bleibt und weitergetragen wird, bin ich überzeugt, dass vieles gut gelingen kann.“
Ein Generalvikar unterstützt laut Kirchenrecht den Bischof bei der Leitung eines Bistums. Er gilt als Stellvertreter des Bischofs – aber ohne Weihegewalt, sofern er kein Weihbischof ist – und ist für die Verwaltung der Diözese zuständig. In allem ist er aber vom jeweiligen Diözesanbischof abhängig.
