Papst Leo fragt in Kamerun: „Wo ist Gott angesichts des Hungers der Menschen?“

Papst Leo fragt in Kamerun: „Wo ist Gott angesichts des Hungers der Menschen?“

Papst Leo XIV. hat am Freitag eine Messe in Douala in Kamerun gefeiert und dabei gepredigt: „Wir müssen essen, um zu leben. Wir sind nicht Gott. Aber wo ist Gott angesichts des Hungers der Menschen?“

Der Pontifex antwortete unter Verweis auf das Tagesevangelium von der wunderbaren Brotvermehrung. „Ein ernstes Problem wird gelöst mit der Segnung der wenigen vorhandenen Speisen und mit ihrer Verteilung an alle, die Hunger haben“, sagte er.

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„Die Vermehrung der Brote und Fische geschieht im Teilen: Das ist das Wunder!“, interpretierte Leo die Stelle im Johannesevangelium. „Es gibt Brot für alle, wenn man es allen gibt. Es gibt Brot für alle, wenn es nicht mit Händen genommen wird, die es für sich behalten, sondern mit Händen, die es weiterschenken.“

„Betrachten wir die Geste Jesu genau“, fuhr Leo fort. „Wenn der Sohn Gottes das Brot und die Fische nimmt, sagt er zuallererst Dank. Er ist dem Vater dankbar für ein Gut, das zur Gabe und zum Segen für das ganze Volk wird.“

„Auf diese Weise gibt es reichlich Essen: Es wird nicht aus Not rationiert, es wird nicht im Streit geraubt, es wird nicht von denen verschwendet, die sich vor den Augen derer vollstopfen, die nichts zu essen haben“, sagte der Papst. „Als es von den Händen Christi in die Hände seiner Jünger übergeht, vermehrt sich das Essen für alle, ja, es ist im Überfluss vorhanden.“

Dann schlug er den Bogen vom leiblichen Aspekt zum seelischen: Das Wunder zeige „nicht bloß, wie Gott die Menschheit mit dem Brot des Lebens nährt, sondern auch, wie wir diese Nahrung allen Männern und Frauen bringen können, die wie wir nach Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit hungern. Jede Geste der Solidarität und Vergebung, jede Initiative des Guten ist ein Bissen Brot für die Menschheit, die der Fürsorge bedarf. Und doch reicht dies nicht aus. Der Nahrung, die den Leib stärkt, muss nämlich mit gleicher Liebe die Nahrung für die Seele beigegeben werden, eine Nahrung, die unser Gewissen nährt und uns in dunklen Stunden der Angst, in der Finsternis des Leidens, Halt gibt. Diese Nahrung ist Christus, der seine Kirche stets überreich nährt und uns auf unserem Weg durch seinen Leib stärkt.“

„Schwestern und Brüder, die Eucharistie, die wir feiern, wird somit zur Quelle eines erneuerten Glaubens, weil Jesus unter uns gegenwärtig ist“, betonte Papst Leo. „Das Sakrament erneuert nicht nur die Erinnerung an ein lang zurückliegendes Ereignis, sondern begründet eine Weg-Gemeinschaft, die uns verwandelt, weil sie uns heiligt.“

Speziell an die afrikanische Jugend gewandt sagte Leo: „Vermehrt als Brüder und Schwestern Jesu eure Gaben durch den Glauben, die Ausdauer und die Freundschaft, die euch beseelen. Seid die ersten Gesichter und Hände, die dem Nächsten das Brot des Lebens bringen: die Speise der Weisheit und der Befreiung von allem, was uns nicht nährt, sondern vielmehr unser gutes Trachten durcheinanderbringt und uns etwas von unserer Würde nimmt.“

EWTN überträgt alle öffentlichen Programmpunkte der Afrika-Reise von Papst Leo XIV. live im Fernsehen sowie online im Stream. Die Programmpunkte mit genauen Uhrzeiten sowie die entsprechenden Links für den Stream finden Sie HIER.

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