Symposium befasst sich mit pädosexuellen Wurzeln der Sexualpädagogik in Schulen

Symposium befasst sich mit pädosexuellen Wurzeln der Sexualpädagogik in Schulen

Beim Symposium „Kentler – Kinder – Kirche“ haben Experten aus Pädagogik, Psychologie und Theologie am Samstag in Kassel die ideengeschichtlichen Verbindungen zwischen moderner Sexualpädagogik und dem pädokriminellen Pädagogen Helmut Kentler dargelegt. Veranstalter war die „Aktion für Ehe & Familie – DemoFürAlle“ gemeinsam mit der internationalen Petitionsplattform CitizenGO.

„Mit diesem Symposium haben wir einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung der Öffentlichkeit geleistet, indem wir aufgezeigt haben, dass nicht nur die Konzepte zu Sexualpädagogik und Missbrauchsprävention staatlicher Kitas und Schulen von der pädophil kompromittierten Kentler-Sielert-Schule dominiert werden, sondern leider auch kirchliche Einrichtungen. Unser Symposium hat die massiven Gefahren für Kinder dargelegt und den krassen Widerspruch der ‚sexuellen Bildung’ zum christlichen Menschenbild und zur christlichen Sexualmoral offenbart“, erklärte Hedwig von Beverfoerde, Sprecherin von DemoFürAlle, in Kassel.

Im Mittelpunkt des Symposiums stand die Frage, wie Konzepte der „sexuellen Bildung“, die auf Helmut Kentler zurückgehen, Eingang in kirchliche Bildungsinstitutionen finden konnten. In sieben Vorträgen beleuchteten Fachleute aus Theologie, Sozialwissenschaften und Entwicklungspsychologie das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Der emeritierte Schweizer Weihbischof Marian Eleganti eröffnete die Tagung mit einem Vortrag zur kirchlichen Lehre über Mann, Frau und Sexualität. Er legte dar, dass diese Lehre der menschlichen Natur entspreche und insbesondere die Würde der Frau und des Kindes schütze.

Die Sozialwissenschaftlerin Susanne Hartfiel analysierte die aktuelle Verbreitung von Konzepten „sexueller Bildung“ in katholischen und protestantischen Einrichtungen. Sie wies darauf hin, dass unter dem Deckmantel von Programmen zur Missbrauchsprävention zunehmend Inhalte vermittelt würden, die aufgrund ihres pädophil kompromittierten Ursprungs das Gegenteil von Prävention bewirkten.

Room Göbeke, ein Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, zeigte in einem Kurzvortrag, dass die zentrale These der Kentler-Sielert-Schule, Kinder seien von Geburt an „sexuelle Wesen“, von der seriösen medizinisch-empirischen Entwicklungspsychologie in keiner Weise bestätigt werde.

Der Entwicklungspsychologe Markus Hoffmann stellte dieser Art von Missbrauchsprävention ein neues Konzept gegenüber, das aktuelle psychologische Forschung berücksichtigt und mit der christlichen Anthropologie vereinbar ist.

Abschließend schilderte ein Hamburger Vater, wie sich Eltern gegen solche Programme in kirchlichen Schulen zur Wehr setzen können. Als Anschauungsbeispiel diente das Erzbistum Hamburg.

Dort setzte der Generalvikar, Pater Sascha-Philipp Geißler SAC, am 4. Juni 2025 das Sexualbildungskonzept „Männlich, weiblich, divers“ in Kraft. Das Konzept basiert wesentlich auf den Schriften Sielerts und soll ab Schuljahr 2026/27 an allen katholischen Schulen des Erzbistums fächerübergreifend gelten.

Elternvertreter lehnten das Konzept in einem offenen Brief ab: „Herr Erzbischof Heße, wir lehnen Ihr Rahmenkonzept zur sexuellen Bildung aus verschiedenen Gründen entschieden ab. Nicht nur, weil es der Lehre der Kirche widerspricht, sondern weil unsere Kinder in schwerwiegender Weise dadurch geschädigt werden.“

Auf Anfrage von CNA Deutsch erklärte Christoph Schommer, der Sprecher der Abteilung Schule und Hochschule des Erzbistums Hamburg, man sei „als Schulträger im regelmäßigen und intensiven Austausch mit Eltern sowie Elternvertretungen“. Bei der Inkraftsetzung habe das Konzept „große Zustimmung der Gesamtelternvertretung, der Schulleitungen sowie der Beauftragten für Schulpastoral“ erhalten.

„Leider wurde uns im zweiten Treffen deutlich gemacht, dass keine wirkliche Bereitschaft besteht, die problematischen Punkte des Rahmenkonzepts zu ändern“, berichteten demgegenüber die Eltern.

Daraufhin wandte sich das Netzwerk an den inzwischen emeritierten Apostolischen Nuntius, Erzbischof Nikola Eterović. Am 27. Februar 2026 trafen Elternvertreter ihn persönlich in Berlin. Am 9. März 2026 richteten sie ein Schreiben an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Bischof Heiner Wilmer SCJ.

Nach kirchlicher Lehre ist die menschliche Sexualität in der Würde der Person und der gottgewollten Komplementarität von Mann und Frau verwurzelt. Kinder haben ein Recht auf schrittweise, altersgemäße Begleitung, die ihrer Unschuld entspricht.

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