Kirche in Angola erhofft Versöhnung durch Besuch von Papst Leo

Kirche in Angola erhofft Versöhnung durch Besuch von Papst Leo

Die Kirche in Angola erhofft sich vom bevorstehenden Papstbesuch ein Ende der politischen und sozialen Spaltungen im Land. Wie die Bischofskonferenz des afrikanischen Landes in einem Hirtenbrief erklärt, könne man den „Boten des Friedens“ nicht mit einem Herzen voller Hass und Groll empfangen. „Die Versöhnung muss in jedem Herzen, in jeder Familie und in jeder zivilgesellschaftlichen oder parteipolitischen Organisation beginnen“, schreiben die angolanischen Bischöfe.

Das Land im Südwesten Afrika wurde 1975 von Portugal unabhängig. Es folgte ein langjähriger Bürgerkrieg, dessen Folgen bis heute fortwirken: Gesellschaftliche Spaltungen und Armut prägen vielerorts immer noch den Alltag.

Folgen des Bürgerkriegs noch immer präsent

Bischof Estanislau Chindecasse aus dem Bistum Dundo sagte in einem Interview mit dem päpstlichen Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN), es sei „eine große Gnade“, dass Papst Leo XIV. noch nicht einmal ein Jahr nach Beginn seines Pontifikats Angola besuche. Er betonte, dass der Papst als Pilger der Hoffnung, der Versöhnung und des Friedens komme. „Das sind drei sehr wichtige und hochaktuelle Themen für unsere Kirche von heute. Deshalb werden wir diesen Besuch mit Katechese, Gebet und Begegnungen vorbereiten“, so der Bischof.

Die Bischöfe erinnerten in ihrem Hirtenbrief daran, dass Angola die erste Nation in der Subsahara-Region war, die das Evangelium empfing und in der die ersten Taufen stattfanden. Auch der erste schwarzafrikanische Bischof, der zu Beginn des 16. Jahrhunderts geweiht wurde, stammte aus dem Gebiet des heutigen Angola.

Laut dem von „Kirche in Not“ 2025 herausgegebenen Bericht „Religionsfreiheit weltweit“ sind mehr als 93 Prozent der Einwohner Angolas Christen. Die Mehrheit von ihnen ist katholisch. „Kirche in Not“ hilft der Kirche in Angola seit Jahrzehnten bei zahlreichen Projekten. Neben der Renovierung von Kirchen, Kapellen und kirchlichen Einrichtungen unterstützt das Hilfswerk die Ausbildung von Priestern, Ordensleuten, Priesteranwärtern und Laien. Hinzu kommt die praktische Hilfe für die Mobilität von Priestern und Katecheten durch Fahrzeuge und Motorräder, die für die Seelsorge in Regionen mit schlechten Straßenverhältnissen unverzichtbar sind.

Papst Leo XIV. besucht vom 18. bis zum 21. April mehrere Orte in Angola. Weitere Stationen seiner aktuellen Reise nach Afrika waren Algerien und Kamerung, während der Besuch in Äquatorialguinea auf Angola folgt.

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