Papst Leo feiert letzte Messe in Kamerun und reist nach Angola weiter
Zum Abschluss seines Besuchs in Kamerun hat Papst Leo XIV. am Samstagmorgen am Flughafen der Hauptstadt Yaoundé eine Messe gefeiert. Der Pontifex zeigte sich „sehr dankbar dafür, wie ihr mich aufgenommen habt, sowie für die Augenblicke der Freude und des Glaubens, die wir gemeinsam erlebt haben“.
Gegen Mittag fliegt Papst Leo weiter nach Angola, zur dritten Station seiner vier Länder umfassenden Afrika-Reise, die mit einem Aufenthalt in Äquatorialguinea ihr Ende finden wird. Zuerst hatte Leo Algerien besucht.
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Mehr Informationen„Die Kirche hat auf ihrem Weg durch die Jahrhunderte oft Stürme und ‚Gegenwinde‘ erlebt, und auch wir können uns vielleicht manchmal in die Gefühle der Angst und des Zweifels hineinversetzen, die die Jünger während der Überfahrt über den See Gennesaret empfanden“, sagte Leo in seiner Predigt unter Anspielung auf das Tagesevangelium.
Dennoch gelte: „Jesus ist bei uns, immer, stärker als jede Macht des Bösen; in jedem Sturm kommt er zu uns und sagt uns erneut: ‚Ich bin hier bei dir: Fürchte dich nicht.‘ Deshalb stehen wir nach jedem Sturz wieder auf und lassen uns von keinem Sturm aufhalten, sondern gehen stets mutig und vertrauensvoll weiter.“
„Jesus ist uns nahe“, führte Leo aus. „Er stillt nicht sofort die Stürme, aber er kommt inmitten der Gefahren zu uns und lädt auch uns ein, in Freuden und Leiden wie die Jünger solidarisch im selben Boot zu bleiben; nicht aus der Ferne auf die Leidenden zu sehen, sondern ihnen nahe zu sein und zusammenzustehen. Niemand darf allein gelassen werden bei der Bewältigung der Widrigkeiten des Lebens und jede Gemeinschaft hat zu diesem Zweck die Aufgabe, Strukturen der Solidarität und gegenseitigen Hilfe zu schaffen und zu unterhalten, in denen alle angesichts von Krisen – seien sie sozialer, politischer, gesundheitlicher oder wirtschaftlicher Natur – Hilfe geben und empfangen können, entsprechend ihren Fähigkeiten und ihren Bedürfnissen.“
„Die Worte Jesu ‚Ich bin es‘ erinnern uns daran, dass in einer Gesellschaft, die auf der Achtung der Würde des Menschen gründet, der Beitrag aller wichtig ist und einen besonderen Wert hat, unabhängig vom Status oder der Stellung eines jeden in den Augen der Welt“, sagte der Pontifex. „Der Glaube trennt das Geistliche nicht vom Sozialen, sondern gibt dem Christen vielmehr die Kraft, mit der Welt in Beziehung zu stehen, um auf die Bedürfnisse der anderen, insbesondere der Schwächsten, einzugehen.“
Am Ende der Predigt betonte Papst Leo: „Brüder und Schwestern, heute nehmen wir voneinander Abschied. Ein jeder kehrt zu seinen gewohnten Aufgaben zurück, und das Schiff der Kirche setzt seine Reise zum Ziel dank der Gnade Gottes und durch das Engagement eines jeden fort. Bewahren wir eine lebendige Erinnerung an die schönen Momente, die wir gemeinsam erlebt haben, in unseren Herzen; und schaffen wir auch inmitten von Schwierigkeiten weiterhin Raum für Jesus, indem wir uns Tag für Tag von seiner Gegenwart erleuchten und erneuern lassen.“
„Die Kirche in Kamerun ist lebendig, jung, reich an Gaben und Begeisterung, lebendig in ihrer Vielfalt und wundervoll in ihrer Eintracht“, so das Fazit des Papstes. „Lasst sie mit der Hilfe Mariens, unserer Mutter, immer weiter gedeihen, und macht auch aus den Gegenwinden, die im Leben nie fehlen, Gelegenheiten, um im freudigen Dienst an Gott und den Geschwistern voranzukommen, im Miteinanderteilen, im Zuhören, im Gebet und im Wunsch, gemeinsam zu wachsen.“
Nachdem der Papst am Samstagnachmittag in Luanda, der Hauptstadt von Angola, landet, steht neben Treffen auf staatlicher Ebene nur noch ein privates Treffen mit den Bischöfen des Landes auf dem Programm.
Am Sonntag feiert der Pontifex dann vormittags eine öffentliche Messe. Nachmittags betet er am Heiligtum Nossa Senhora da Conceição da Muxima den Rosenkranz. Der Ort spielte seinerzeit im Rahmen des portugiesischen Sklavenhandels eine wichtige Rolle.
Die zweite Woche in Afrika führt Papst Leo nach Saurimo im Nordosten von Angola. Programmpunkte dort sind der Besuch eines Pflegeheims und die Feier einer Messe unter freiem Himmel. Zurück in Luanda soll es dann zu einem Treffen mit Bischöfen, Priestern und Ordensleuten kommen.
Das letzte Land der Afrikareise ist Äquatorialguinea. Dorthin geht es am 21. April, konkret in die bisherige Hauptstadt Malabo. Auch hier absolviert der Papst erst die staatlichen Teile, um sich dann mit der Welt der Kultur zu treffen und schließlich ein psychiatrisches Krankenhaus zu besuchen. Den Schlusspunkt bildet ein privates Treffen mit den Bischöfen des Landes.
Am 22. April feiert der Papst in Mongomo in der Kathedralbasilika der Unbefleckten Empfängnis eine Messe. Es handelt sich um eine der größten Kirchen auf dem afrikanischen Kontinent. Sie wurde in einem sehr traditionellen Stil erst vor wenigen Jahren erbaut. Auf die Messe folgt der Besuch einer Bildungseinrichtung. Dann reist Leo weiter nach Bata, wo er ein Gefängnis und ein Denkmal für die Opfer der Explosionen vom März 2021 besucht. Schließlich trifft er sich mit jungen Menschen und Familien im Stadion von Bata. Erst am Abend kehrt er nach Malabo zurück.
Der 23. April ist der letzte Tag in Afrika. Am Vormittag steht eine Messe auf dem Programm, dann nur noch die Abschiedszeremonie am Flughafen und die mehrstündige Rückreise per Flugzeug nach Rom.
EWTN überträgt alle öffentlichen Programmpunkte der Afrika-Reise von Papst Leo XIV. live im Fernsehen sowie online im Stream. Die Programmpunkte mit genauen Uhrzeiten sowie die entsprechenden Links für den Stream finden Sie HIER.