Abtreibungsbefürworter stören Münchner Marsch fürs Leben, Polizei muss einschreiten
Abtreibungsbefürworter haben den Münchner Marsch fürs Leben am Samstag gestört, sodass die Polizei wiederholt einschreiten musste. Die in der bayerischen Landeshauptstadt erscheinende Abendzeitung berichtete: „Mehrmals mussten die Beamten ‚unmittelbaren Zwang in Form von Schieben und Drücken‘ anwenden.“
„Verstöße wegen Körperverletzung, Beleidigung sowie Erregung öffentlichen Ärgernisses wurden zur Anzeige gebracht“, hieß es weiter.
Während die Veranstalter von rund 7000 Lebensschützern sprachen, die am Marsch teilnahmen, berichtete die Abendzeitung unter Berufung auf Polizeiangaben von „rund 4500 Menschen“ sowie von 4000 Teilnehmern an der Gegendemonstration der Abtreibungsbefürworter.
Die Veranstalter, die für den Münchner Marsch fürs Leben verantwortlich sind, gaben an, der „Lärm“ der Abtreibungsdemonstranten sowie deren „hasserfüllte Slogans und Versuche, den Marsch durch Sitzblockaden zu behindern, standen in deutlichem Kontrast zum friedlichen und fröhlichen Auftreten der Teilnehmer des Münchner Marsches fürs Leben“.
„So musste der Demonstrationszug auf der Schellingstraße aufgrund einer Blockade durch Gegendemonstranten für etwa 45 Minuten unterbrochen und vorübergehend geteilt werden“, teilten die Veranstalter mit. „Teilnehmer äußerten vor diesem Hintergrund Kritik am Demokratieverständnis der Gegendemonstranten.“
Über die Auftaktveranstaltung vor dem Marsch hieß es: „Der katholische Publizist Mathias von Gersdorff sowie die nigerianische Biomedizinerin Obianuju Ekeocha warben eindringlich für eine Kultur des Lebens und eine solidarische Unterstützung von Frauen und Familien in schwierigen Situationen. In einer mitreißenden Rede motivierte Ekeocha die Teilnehmer und erläuterte zugleich, wie westliche Staaten Druck auf afrikanische Regierungen ausüben, Abtreibung zu liberalisieren, während sich zahlreiche afrikanische Länder diesem Kurs bewusst widersetzen.“
Die Abendzeitung berichtete von Vandalismus, der allem Anschein nach im Zusammenhang mit dem Protest der Abtreibungsbefürworter steht. „Während einer Streifenfahrt entdeckten zwei Polizisten Schmierereien auf der Fahrbahn […]“, so die Zeitung. „Wie die Polizei mitteilt, wurde dort von bislang unbekannten Tätern in roter und gelber Farbe ‚Pro Choice‘ geschrieben.“
