Deutsche Bischöfe verabschieden sich in Berlin von bisherigem Nuntius Nikola Eterović
Die deutschen Bischöfe haben sich in Berlin offiziell vom bisherigen Apostolischen Nuntius, Erzbischof Nikola Eterović, verabschiedet. Papst Leo XIV. hatte am 9. April den altersbedingten Rücktritt von Eterović angenommen und gleichzeitig dessen Nachfolger ernannt, Erzbischof Hubertus van Megen aus den Niederlanden.
Bei einem Empfang im Anschluss an eine Messe in der Berliner St.-Hedwigs-Kathedrale sagte Bischof Heiner Wilmer SCJ, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), am Mittwoch: „Der Auftrag, in die Weite hinauszugehen, hat Sie über ein Jahrzehnt in Deutschland gebunden. Ich benutze das Wort bewusst, weil ich mit ‚gebunden‘ nicht gefesselt meine, sondern die Verantwortung ausdrücken möchte, mit der Sie sich für den Dienst des Heiligen Stuhls in unserem Land gebunden gefühlt haben.“
„Dadurch ist Verbindung geworden, daraus sind Bindungen, wir können auch sagen, Freundschaften gewachsen“, betonte Wilmer, der noch für das Bistum Hildesheim verantwortlich ist, aber schon zum Bischof von Münster ernannt wurde.
„Gewiss, lieber Herr Nuntius, wir Deutsche sind nicht immer einfach und manchmal kann man über uns auch mit den Augen rollen“, räumte Wilmer ein. „Aber Sie als Diplomat und Seelsorger haben in einer einfühlsamen Balance die Kirche in Deutschland genommen und begleitet, wie sie ist: vielfältig und fromm, politisch und theologisch versiert.“
Im Namen der deutschen Bischöfe zeigte sich der DBK-Vorsitzende „dankbar, dass Sie uns als Ortskirche respektiert haben, wie wir sind, dass Sie uns begleitet haben, wo es notwendig war und dass Sie uns bis auf den heutigen Tag verbunden sind, was zeigt, dass wir doch einander verstanden haben“.
„Ihre Biografie führt Sie nun fort aus Deutschland und zurück in die Heimat“, sagte Wilmer. „Bitte nehmen Sie unseren Dank und unsere Anerkennung mit, unser Gebet wird Sie begleiten und wir sind fest überzeugt – da darf ich sicherlich für alle sprechen – es sind gegenseitige Bindungen entstanden.“
Eterović sagte seinerseits, die Erfahrungen, „die ich in und mit der Kirche in Deutschland machen konnte nehme ich als einen vielgestaltigen Schatz mit in den neuen Abschnitt meines Lebens in meiner Heimat in Kroatien“.
„Am Ende meines Dienstes denke ich an die vielen Reisen und Begegnungen in den 27 Diözesen in Deutschland“, so der bisherige Nuntius. „Bei der Neubesetzung von insgesamt 21 Bischofsstühlen habe ich als Vertreter von Papst Franziskus und des Heiligen Vaters Leo XIV. mitgewirkt. Die Gesamtzahl der zu meiner Zeit bestellten Bischöfe liegt bei 41.“ Sodann dankte er allen deutschen Bischöfen „für alle Unterstützung und Hilfe, auch durch das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn“.
Eterović war seit 2013 der Papstbotschaft in Deutschland. Er stammt aus dem ehemaligen Jugoslawien bzw. dem heutigen Kroatien. Seit 1980 war er im Diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls tätig.
