„Niemand ist von Gottes Liebe ausgeschlossen“: Papst besucht Gefängnis in Äquatorialguinea

„Niemand ist von Gottes Liebe ausgeschlossen“: Papst besucht Gefängnis in Äquatorialguinea

Bei strömendem Regen hat Papst Leo XIV. am Mittwochnachmittag ein Gefängnis in Bata besucht, der größten Stadt in Äquatorialguinea. „Heute bin ich hier, um euch etwas Einfaches zu sagen“, begann der Pontifex seine Ansprache, nämlich: „Niemand ist von Gottes Liebe ausgeschlossen!“

„Jeder von uns, mit seiner einzigartigen Geschichte, seinen Fehlern und seinem Leid, bleibt in den Augen des Herrn wertvoll“, unterstrich Leo. „Das können wir mit Gewissheit sagen, denn Jesus hat es uns in jeder Begegnung, jeder Geste und jedem Wort offenbart. Selbst als er ohne eigenes Verschulden verhaftet, verurteilt und hingerichtet wurde, hat er uns bis zum Ende geliebt. Damit hat er uns gezeigt, dass er an die Kraft der Liebe glaubte, selbst die härtesten Herzen zu verwandeln.“

Den Häftlingen sagte er: „Auch ihr seid Teil dieses Landes.“ Das Gefängnis erscheine zwar „als ein einsamer und trostloser Ort“, könne aber „doch auch zu einem Ort der Besinnung, der Versöhnung und der persönlichen Weiterentwicklung werden“.

So forderte Papst Leo: „Es sollte alles getan werden, um sicherzustellen, dass ihr während eurer Haft die Möglichkeit habt, zu lernen und in Würde zu arbeiten. Das Leben wird nicht allein durch die eigenen Fehler bestimmt, die oft das Ergebnis schwieriger und komplexer Umstände sind. Es gibt immer die Möglichkeit, neu anzufangen, zu lernen und ein neuer Mensch zu werden.“

„Wahre Gerechtigkeit zielt weniger darauf ab, zu bestrafen, als vielmehr darauf, den Opfern, den Tätern und den vom Bösen verwundeten Gemeinschaften beim Wiederaufbau ihres Lebens zu helfen“, zeigte sich der Papst überzeugt. „Es gibt keine Gerechtigkeit ohne Versöhnung. Dies ist ein gewaltiges Unterfangen. Ein Teil davon kann innerhalb der Gefängnisse geschehen, doch der größere Teil muss die gesamte nationale Gemeinschaft einbeziehen, um die durch Ungerechtigkeit verursachten Wunden zu verhindern und zu heilen.“

„Brüder und Schwestern, ihr seid nicht allein“, bekräftigte der Pontifex vor den Häftlingen, die unter offenem Himmel die Regenmassen abbekamen. „Eure Familien lieben euch und warten auf euch. Viele Menschen außerhalb dieser Mauern beten für euch.“

„Wenn jemand von euch befürchtet, von allen verlassen zu werden, dann wisst, dass Gott euch niemals verlassen wird und dass die Kirche an eurer Seite stehen wird“, fuhr Papst Leo fort. „Denkt an euer Land und an die jungen Menschen in Äquatorialguinea, die Vorbilder für Ausdauer, Verantwortung und Glauben brauchen. Jede Anstrengung zur Versöhnung und jede Geste der Güte kann in anderen Hoffnung wecken.“

„Liebe Brüder und Schwestern, Gott wird nie müde, zu vergeben“, sagte Leo außerdem. „Er öffnet immer eine neue Tür für diejenigen, die ihre Fehler erkennen und sich ändern wollen. Lasst euch von der Vergangenheit nicht die Hoffnung auf die Zukunft rauben. Jeder Tag kann ein neuer Anfang sein.“

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