Papst Leo feiert zum Abschluss der Afrikareise große Messe in Äquatorialguinea

Papst Leo feiert zum Abschluss der Afrikareise große Messe in Äquatorialguinea

Zum Abschluss seiner elftägigen Afrikareise hat Papst Leo XIV. am Donnerstagvormittag im Stadion von Malabo in Äquatorialguinea mit 30.000 Katholiken eine Messe gefeiert. Der Pontifex wird gegen 20 Uhr nach einer langen Flugreise wieder in Rom erwartet.

Leo sprach über die Stelle in der Apostelgeschichte, als ein Hofbeamter der Königin von Äthiopien dem Diakon Philippus begegnet. Der Mann hatte in der Bibel gelesen, als Philippus ihn fragte: „Verstehst du auch, was du liest?“ Daraufhin antwortete der Mann: „Wie könnte ich es, wenn mich niemand anleitet?“

Papst Leo erklärte: „Als er Philippus begegnet, einem Zeugen des gekreuzigten und auferstandenen Christus, wird der Hofbeamte nicht nur zu einem Leser der Heiligen Schrift, d. h. zu einem Zuschauer, sondern zum Protagonisten einer Geschichte, die ihn miteinbezieht, weil sie ihn selbst betrifft. Die Schriftstelle spricht ihn an und lässt ihn nach der Wahrheit fragen.“

„Auf diese Weise dringt dieser Afrikaner vor in die Heilige Schrift, die jedem Leser, der das Wort Gottes verstehen will, offensteht“, sagte Leo. „Er tritt in die Heilsgeschichte ein, die jedem Mann und jeder Frau einladend offensteht, vor allem den Unterdrückten, den Ausgegrenzten und den Geringsten. Dem geschriebenen Text entspricht nun die erlebte Geste: Indem er die Taufe empfängt, ist er kein Fremder mehr, sondern er wird zum Sohn Gottes, zu unserem Bruder im Glauben.“

Alle biblischen Texte offenbaren „im Glauben ihren wahren Sinn“, führte der Papst aus, „denn im Glauben sind sie geschrieben und bis zu uns überliefert worden: Deshalb ist ihre Lektüre immer sowohl ein persönlicher als auch ein kirchlicher Akt, keine einsame oder bloß technische Übung. Zusammen lesen wir die Heilige Schrift als gemeinsames Gut der Kirche unter Anleitung des Heiligen Geistes, der ihre Entstehung inspiriert hat, und der apostolischen Tradition, die sie bewahrt und über die ganze Erde verbreitet hat.“

„In der Gemeinschaft mit dem Herrn lösen sich unsere Probleme nicht auf, aber sie werden erleuchtet“, betonte Papst Leo gegen Ende seiner Predigt. „So wie jedes Kreuz in Jesus Erlösung findet, so findet auch unsere Lebensgeschichte im Evangelium ihren Sinn.“

„Sein Wort ist für uns Evangelium, und wir haben nichts Besseres, das wir der Welt verkünden können“, so der Pontifex außerdem. „Diese Evangelisierung bezieht uns alle mit ein, seit unserer Taufe, die das Sakrament der Geschwisterlichkeit, das Bad der Vergebung und die Quelle der Hoffnung ist. Durch unser Zeugnis wird die Verkündigung des Heils zur Tat, zum Dienst, zur Vergebung. Mit einem Wort: Sie wird Kirche!“

Direkt an die Katholiken von Äquatorialguinea gewandt ermutigte Leo: „Lest gemeinsam das Evangelium und verkündet es mit Begeisterung, so wie der Diakon Philippus. Indem ihr gemeinsam Eucharistie feiert, bezeugt ihr mit eurem Leben den Glauben, der rettet, damit das Wort Gottes zum guten Brot für alle werde.“

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