„Berufung ist konkret, lebendig und notwendig“: Bischof Gerber vor Weltgebetstag

„Berufung ist konkret, lebendig und notwendig“: Bischof Gerber vor Weltgebetstag

Kurz vor dem Weltgebetstag um geistliche Berufungen am kommenden Sonntag hat Bischof Michael Gerber erklärt: „Berufung ist konkret, lebendig und notwendig für unsere Kirche und unsere Gesellschaft.“ Gerber ist Bischof von Fulda, stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und dort auch Vorsitzender der Kommission für Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste.

Der Bischof führte aus: „Der Weltgebetstag ist für uns alle eine Einladung, innezuhalten und zu fragen: Wo bin ich gerufen, aus der Liebe heraus zu leben? Wo kann mein Leben für andere fruchtbar werden?“

In Deutschland ist die Zahl der Priesterberufungen seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil rapide zurückgegangen. In anderen westlichen Ländern ist die Lage ähnlich, wenn auch oft etwas weniger drastisch. Im Jahr 2025 wurden in 27 deutschen Bistümern nur noch 25 Priester geweiht. Mehr als 100 Priesterweihen waren es zuletzt 2007, mehr als 200 im Jahr 1994. In den Jahren des Zweiten Vatikanums lag die Zahl der Priesterweihen in Deutschland jeweils bei mindestens 500.

Gerber hielt fest: „Gerade in einer Zeit zunehmender Polarisierung fordert uns der christliche Glaube heraus, darum zu ringen, dass die Liebe tatsächlich die entscheidende Dynamik unseres Lebens ist. Wer solchermaßen in der Liebe Gottes verwurzelt ist, kann aus dieser Quelle heraus leben und handeln.“

„Berufung bedeutet, sich von dieser Liebe tragen zu lassen und sie in die Welt zu tragen“, so der Bischof von Fulda. „Gerade heute braucht es Menschen, die aus dem Glauben heraus Orientierung geben und Hoffnung schenken.“

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