40 Jahre Tschernobyl: Papst Leo mahnt zu „Urteilsvermögen und Verantwortungsbewusstsein“

40 Jahre Tschernobyl: Papst Leo mahnt zu „Urteilsvermögen und Verantwortungsbewusstsein“

40 Jahre nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl hat Papst Leo XIV. am Sonntag zu „Urteilsvermögen und Verantwortungsbewusstsein“ im Umfang mit Atomkraft gemahnt.

Nach dem Gebet des Regina caeli sagte Leo, „der tragische Unfall von Tschernobyl“ habe „das Bewusstsein der Menschheit nachhaltig geprägt“.

„Er bleibt eine Mahnung hinsichtlich der Risiken, die mit dem Einsatz immer leistungsfähigerer Technologien verbunden sind“, fuhr der Pontifex fort. „Vertrauen wir die Opfer und all jene, die noch immer unter den Folgen leiden, der Barmherzigkeit Gottes an.“

Am 26. April 1986 war es in den frühen Morgenstunden (Ortszeit) im Kernkraftwerk Tschernobyl im Rahmen eines planmäßigen Sicherheitstests aufgrund verschiedener Faktoren – darunter Konstruktionsmängel und Verstöße gegen Sicherheitsfaktoren – zu einer Explosion gekommen. Große Mengen an Radioaktivität wurden freigesetzt, was sich auch in anderen Ländern Europas durch radioaktiven Niederschlag zeigte.

Offiziellen Angaben zufolge starben bei der Explosion vor 40 Jahren 31 Personen. Die Zahl der Todesopfer durch Radioaktivität ist nicht leicht zu bestimmten, wird aber mindestens mit einigen tausend Personen beziffert. Bis heute ist rund um Tschernobyl eine riesige Sperrzone eingerichtet.

Das Kernkraftwerk selbst wurde mit einer Schutzhülle umgeben, die erst vor wenigen Jahren verbessert, im Rahmen des russischen Kriegs gegen die Ukraine aber beschädigt wurde.

Papst Leo sagte am Sonntag: „Ich wünsche, dass auf allen Entscheidungsebenen stets Urteilsvermögen und Verantwortungsbewusstsein zum Tragen kommen, damit jegliche Nutzung der Atomenergie im Dienste des Lebens und des Friedens steht.“

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