„Dialog, der Werten verpflichtet ist“: Bischof Gerber bei Empfang des Bistums Fulda
Bischof Michael Gerber hat bei einem Empfang der Diözese Fulda das Verbindende unter den Menschen betont. „Wir als Kirche engagieren uns für einen Dialog, der Werten verpflichtet ist, die in ihrem Kern immer das Wohl aller im Blick haben“, sagte er am Sonntag.
„Werte, für die wir uns entscheiden und einsetzen, müssen von der Qualität sein, dass sie universal und ohne weitere Voraussetzung für alle gelten“, forderte er.
Dies sei auch eine zentrale Aussage der Verkündigung Jesu sowie in der frühen Kirche, führte der Bischof aus, der auch stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) ist.
Er wünsche sich, „dass unser Bistum dafür als stark wahrgenommen wird, dass wir uns für die Würde des Lebens jedes Menschen als universellen Wert einsetzen – und dafür auch keine Konflikte scheuen“, sagte Gerber.
Der Bischof ging auf die Frage ein, wie kirchliches Engagement für den gesellschaftlichen Dialog als hilfreich erlebt werden könne. So ermögliche beispielsweise die „kirchliche Jugendarbeit, ob in den Verbänden des BdKJ oder bei den Messdienern“, den jungen Menschen „eine zentrale Schlüsselerfahrung: Ich erlebe mich im Engagement für andere als wirksam. Mich für andere Menschen einzusetzen, fördert meine Persönlichkeitsentwicklung.“
Überhaupt seien Erfahrungen wie internationale Wallfahrten, der Weltjugendtag, die 72-Stunden-Aktion und Austauschprogramme wie Weltwärts seien Beispiele für „eine ganz entscheidende Horizonterweiterung und für das Erleben von Verbindung über gesellschaftliche Grenzen hinweg“.
