Erzbischof Gössl und Bischof Oster eröffnen Wallfahrtssaison in Altötting
Der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl hat am 1. Mai mit dem Passauer Bischof Stefan Oster SDB die Wallfahrtssaison in Altötting, dem wohl bekanntesten deutschen Marienwallfahrtsort, eröffnet.
„Mit Maria dürfen wir vertrauensvoll den Weg des Glaubens beschreiten, erfüllt mit Hoffnung und Zuversicht“, sagte Gössl in seiner Predigt. „Mag auch so manche Party auf dieser Erde zu Ende gehen – das Fest des Himmels ist unsere Zukunft!“
Auf Erden gelte indes: „Die fetten Jahre sind vorbei – die Party ist zu Ende.“ Nicht nur die Kirche müsse von „so viel Gewohntem und Gutem Abschied nehmen“, sondern auch die Gesellschaft. In diesem Kontext sprach er von globalen Verschiebungen, „angestoßen von Kriegen, Klimaveränderungen, Fluchtbewegungen und technischen Entwicklungen wie der Künstlichen Intelligenz“.
„Das Leben scheint härter zu werden und die Ungerechtigkeiten immer größer“, so die Bestandsaufnahme Gössls. „Wenig rosige Aussichten, wo man auch hinschaut.“
Der Glaube Mariens könne demgegenüber „zu einer unerschöpflichen Energiequelle werden, wenn es darum geht, die Probleme dieser Welt und unseres Lebens anzugehen und zu lösen“, zeigte sich der Erzbischof von Bamberg überzeugt. Maria lehre die Gläubigen nämlich den „größeren, den österlichen Blick“ auf Christus: „Darum geht für uns die Welt nicht unter, auch wenn noch so vieles bedrohlich aussieht.“
Altötting gehört zu den größten und bekanntesten Marienwallfahrtsorten in Deutschland. Papst Benedikt XVI. wuchs in der Nähe von Altötting auf und blieb dem Ort zeitlebens verbunden. Verehrt wird in der Gnadenkapelle die Muttergottes von Altötting.
