Kardinal Marx würdigt kirchlichen Einsatz für Schwangere als „unverzichtbaren Dienst“

Kardinal Marx würdigt kirchlichen Einsatz für Schwangere als „unverzichtbaren Dienst“

Kardinal Reinhard Marx hat die Schwangerenberatung in der Erzdiözese München und Freising als „unverzichtbaren Dienst“ gewürdigt. Der Kardinal sprach „kürzlich“ mit Vertretern der Schwangerenberatungsstellen aus München, Garmisch-Partenkirchen, Südostbayern und Landshut, wie das Erzbistum am Montag mitteilte.

Marx sagte, die Berater „leisten einen unverzichtbaren Dienst am Leben und an so vielen Familien“. Dieser Dienst ende nicht, sobald das Kind geboren ist, sondern begleite die Familien „in den heute so zahlreichen Notsituationen in ihrem Alltag“ weiter.

Ausdrücklich betonte der Kardinal, dass „der Schutz des ungeborenen Lebens nur mit den Schwangeren und ihren Familien gemeinsam gelingen kann – mit Professionalität, Empathie und einem tiefen Respekt vor ihrer individuellen Lebenssituation“.

„Ich habe große Wertschätzung für ihre Arbeit“, sagte Marx schließlich. „Sie begleiten Frauen in einer sensiblen und manchmal belastenden Lebenssituation.“ Und: „Sie sind Lebensschutz.“

Umgang mit Münchner „Marsch fürs Leben“

Seit einigen Jahren findet in München regelmäßig ein „Marsch fürs Leben“ statt. Marx hat sich daran weder persönlich beteiligt noch ein Grußwort verfasst. Die Internet-Publikation Corrigenda berichtete im April: „Also eine Anfrage an den Kardinal am Montag der Karwoche. Wird er am Münchner Marsch fürs Leben teilnehmen? Oder sendet er ein Grußwort? Was sagt er zur Unterstützung der Veranstaltung durch Bischof Barron und Erzbischof Eterović?“

„Trotz der Bitte um eine Antwort bis Mittwoch: Schweigen“, so Corrigenda weiter. „Es geht auf Ostern zu, denkt sich der Journalist. Die Pressestelle und der Erzbischof sind sicher schwer beschäftigt, geben wir ihnen noch Zeit. Als auch am Dienstag nach Ostern keine Antwort kommt, greift der Redakteur zum Telefon. Die Anfrage sei in Bearbeitung, heißt es am anderen Ende der Leitung, und man hake noch einmal nach. 24 Stunden vergehen. Abermals: Schweigen. Also ein erneuter Anruf. Nachhaken. Abermals wird man vertröstet.“

„Dann, am Freitag, ertönt das kurze Bimmeln des E-Mail-Programms“, berichtete die Publikation. „Antwort der Pressestelle des Erzbischöflichen Ordinariats München. Freude, die gleich der Ernüchterung weicht. Denn die Antwort lautet: ‚Sie müssen nicht mehr auf unsere Antwort warten, die Erzdiözese wird sich dazu nicht äußern.‘“

Abtreibung in Deutschland

In Deutschland werden pro Jahr etwa 106.000 Kinder noch im Mutterleib getötet, wie das Statistische Bundesamt Ende April erneut angab. Erstmals seien mit 45 Prozent die meisten Abtreibungen per Pille durchgeführt worden. Man spricht bei dem Mittel Mifepriston auch von chemischer Abtreibung. An zweiter Stelle liegt die sogenannte Absaugmethode mit 43 Prozent, bei der das ungeborene Kind mit einer Saugpumpe aus der Gebärmutter abgesaugt und somit getötet wird.

Laut Statistischem Bundesamt wurden 96 Prozent der Abtreibungen „nach der sogenannten Beratungsregelung vorgenommen. Indikationen aus medizinischen Gründen oder aufgrund von Sexualdelikten waren in 4 % der Fälle die Begründung für den Abbruch.“

In Deutschland sind Abtreibungen zwar ein Straftatbestand, der jedoch aufgrund weitreichender Ausnahmeregelungen selten greift: Wenn eine Mutter in einer staatlich sanktionierten Stelle an einer sogenannten Beratung teilnimmt, kann der dort ausgestellte Beratungsschein benutzt werden, um in den ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft das Kind zu töten. Die offiziellen kirchlichen Beratungsstellen beteiligen sich nach einer Intervention von Papst Johannes Paul II. im Jahr 1998 nicht an diesem System.

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