Erzbistum Köln finanziert Gemeinden vor Ort künftig auf neue Weise
Die Erzdiözese Köln stellt ab dem Jahr 2027 das System der finanziellen Zuweisungen für die Gemeinden von Ort um. Es gehe darum, „zukunftsgerecht“ aufgestellt zu sein, wie das Erzbistum am Montag mitteilte.
„Die seit 2009 geltende Regelung arbeitete noch mit aufwandsbezogenen Pauschalen, Bedarfs- und Sonderzuweisungen sowie der Anrechnung von Erträgen der Substanzkapitalien“, hieß es weiter. „Sie wird nunmehr durch ein vollständig neues System abgelöst, geprägt von Transparenz, Nachvollziehbarkeit und höheren Entscheidungsbefugnissen vor Ort.“
Ab 2027 erfolgen die Zuweisungen dann schlicht aufgrund „der Anzahl der Katholiken pro Pastoraler Einheit im Verhältnis zur Gesamtanzahl aller Katholiken des Erzbistums Köln“ sowie aufgrund „der Fläche der Pastoralen Einheit in km² im Verhältnis zur Gesamtfläche aller Pastoralen Einheiten im Erzbistum Köln“.
„Das verfügbare jährliche Zuweisungsbudget des Erzbistums wird anhand dieser zwei Faktoren im Verhältnis 80 % (Mitglieder) zu 20 % (Fläche) aufgeteilt“, erklärte das Erzbistum. „Jede Pastorale Einheit erhält ihren Anteil entsprechend der genannten Schlüssel.“
Im Erzbistum Köln leben 1,58 Millionen Katholiken. Davon praktizieren sechs Prozent ihren Glauben durch den sonntäglichen Messbesuch, was rund 95.000 Personen entspricht. Für 2026 rechnet die Erzdiözese mit Einnahmen von 674 Millionen Euro aus der Kirchensteuer. Dies sind mehr als 7000 Euro pro praktizierendem Katholik. Die Kirchensteuer wird allerdings von allen offiziell als katholisch gemeldeten Personen erhoben.
