„Ich hatte so viele schöne Begegnungen“: Bischof Jung zieht Fazit nach Katholikentag

„Ich hatte so viele schöne Begegnungen“: Bischof Jung zieht Fazit nach Katholikentag

Bischof Franz Jung hat nach dem Katholikentag in seiner Bistumsstadt Würzburg ein erstes Fazit gezogen. In einem auf der Internetseite der Diözese veröffentlichten Interview hielt er fest: „Ich bin sehr erfüllt und muss wirklich sagen: Ich hatte so viele schöne Begegnungen.“

Ausführlich ging der Bischof von Würzburg, der seit 2018 im Amt ist, auf seine persönlichen Höhepunkt bei der Veranstaltung ein, die alle paar Jahre vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) organisiert wird. So sagte er: „Der Eröffnungsgottesdienst war für mich persönlich wichtig.“

„Mein Ziel in der Predigt war, noch einmal einen inhaltlichen Aufschlag zum Thema zu geben und zu sagen: Was hat das alles für Implikationen?“, erinnerte Jung. „Und auch noch mal deutlich zu machen, dass Evangelium politisch ist. Ich finde die Diskussion, wie politisch Kirche sein darf, irgendwie komisch. Denn das das Evangelium ist per se politisch.“

„Das heißt nicht, dass wir den ganzen Tag politisieren müssten“, räumte er ein. „Es gilt, was Papst Leo wieder deutlich gemacht hat: Der Friede ist ein Auftrag, den Christus uns gegeben hat. Da gibt es nichts zu diskutieren. Es gilt nur zu fragen: Wie kann man das gut machen, dass es für alle verträglich ist?“

„Ein weiteres Highlight war für mich am Freitagabend mit der Jugend das große Gebet mit Worship und Eucharistie mit so vielen jungen Leuten“, fuhr Jung fort. „Dort wurde ich immer gefragt: Herr Bischof, geben Sie uns ein Zeugnis. Was glauben Sie?“

„Und da waren natürlich die verschiedenen Podien“, ergänzte der Bischof. „Das war sehr herausfordernd mit wichtigen Themen. Das eine Podium mit Ricarda Lang beispielsweise. Das war für mich ein Treffen und ein Dialog mit Menschen, mit denen man so normalerweise gar nicht zusammenkommt. Damit aber steht es symbolisch für eine wichtige Funktion des Katholikentags: Er bringt Menschen aus den unterschiedlichsten Professionen, aus den unterschiedlichsten weltanschaulichen Richtungen zum Gespräch zusammen.“

Auch der Auftritt von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sei „sehr beeindruckend“ gewesen: „Er hat sich nachdenklich und auch selbstkritisch gezeigt und, so glaube ich, ganz viele Menschen auch noch mal erreicht, die natürlich mit ihm auch ringen und mit ihm gemeinsam bangen um die Zukunft unseres Landes. Mal zu sehen, dass jemand, der an höchster Stelle in der Verantwortung steht, sich ebenfalls viele Sorgen macht und sich fragt: Ja, wie kriegen wir unsere Botschaft rüber?“

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