Erzbischof Burger besucht Armenien, informiert sich über Arbeit der Caritas vor Ort
Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger besucht ab Montag Armenien, vor allem um sich über die Arbeit der Caritas vor Ort zu informieren. Zur Delegation gehören auch der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl, Weihbischof Christian Würtz aus Freiburg und die Präsidentin des Deutschen Caritasverbands, Eva Maria Welskop-Deffaa.
Kurz vor der Abreise gab Burger zu Protokoll: „In den vergangenen Jahren konnte ich mehrfach Reisen unternehmen, um die Arbeit der Caritas in unterschiedlichen Ländern kennenzulernen. Jetzt freue ich mich auf den Austausch mit den Engagierten und Verantwortungsträgern in Armenien und die Einblicke in die vielfältige Arbeit von Caritas Armenien und Caritas international.“
„Sowohl die Geschichte wie auch die jüngere Vergangenheit Armeniens sind sehr bewegt und von zahlreichen Herausforderungen geprägt“, rief der Erzbischof, der im Rahmen der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) den Vorsitz der Kommission für caritative Fragen innehat, in Erinnerung. „Dazu zählt auch der langjährige Konflikt um die Region von Berg-Karabach.“
Die DBK berichtete am Sonntag über die Hintergründe: „Noch immer sind die Wunden des langjährigen Kriegszustands zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Region Berg-Karabach nicht verheilt. 2020 und 2023 sorgten militärische Auseinandersetzungen, ausgelöst durch die Regierung in Baku, für ein Ende der autonomen Teilrepublik. Zehntausende Armenier mussten aus Berg-Karabach nach Armenien flüchten, wo deren Lebensumstände bis heute prekär sind. Immerhin konnten Aserbaidschan und Armenien am 9. August 2025 ein Friedensabkommen unterzeichnen.“
Neben dem Besuch von Hilfsprojekten und Gesprächen mit Mitarbeitern der Caritas geht es bei der Reise auch um die „stärkung der armenisch-katholischen Ortskirche“.
Burger hielt fest: „Schon jetzt bin ich dankbar für die Zeit und Einblicke, die uns gewährt werden. Zugleich möchte ich meine Anerkennung für die konsequente Arbeit für Notleidende und Hilfesuchende übermitteln.“