Die letzten fünf verbliebenen Benediktinerinnen werden im Sommer 2026 ihre Abtei St. Gallenberg auf der Glattburg aufgeben, die etwa eine halbe Autostunde vom Bodensee entfernt liegt. Die Ordensfrauen werden ins Kloster St. Lazarus in Seedorf im Kanton Uri umziehen.
Äbtissin Ancilla Zahner OSB, die noch für St. Gallenberg verantwortlich ist, sagte: „Die Räumlichkeiten des Klosters St. Lazarus entsprechen unseren Bedürfnissen sehr, weil sie sowohl Rückzug als auch Raum zur Gestaltung ermöglichen.“
Das Bistum St. Gallen teilte am Mittwoch mit, der Entschluss, das Kloster aufzugeben, stehe „auch im Zusammenhang mit der finanziellen Situation der Klostergemeinschaft: Die hohen Personal-, Unterhalts- und Renovationskosten des Klosters Glattburg können langfristig von der Gemeinschaft nicht mehr getragen werden.“
Unklar ist derweil noch, wie es mit den Gebäuden der Abtei St. Gallenberg weitergehen soll. Das Bistum gab lediglich bekannt: „Eine Projektgruppe – bestehend aus Vertrauenspersonen der Klostergemeinschaft sowie Vertretungen des Bistums St. Gallen, des Katholischen Konfessionsteils des Kantons St. Gallen und der Gemeinde Oberbüren – begleitet den Prozess und unterstützt die Gemeinschaft dabei, eine langfristige und tragbare Lösung für die künftige Nutzung der Klostergebäude zu finden.“
„Die Kirche des Klosters Glattburg bleibt bis zum Auszug der Klostergemeinschaft geöffnet“, hieß es. „Anbetung und Gottesdienste werden bis dahin wie gewohnt stattfinden. Über den definitiven Termin des Umzugs, die Verabschiedung der Gemeinschaft und weitere Belange wird zu einem späteren Zeitpunkt informiert.“
Die Abtei St. Gallenberg blickt auf eine bis ins Jahr 1754 gehende Geschichte zurück. Erst 1984 wurde das Kloster jedoch zur Abtei erhoben. 42 Jahre später wird dann Schluss sein mit benediktinischem Leben auf der Glattburg.