Papst Leo: „Die großen Zivilisationen haben uns die Musik geschenkt“

Papst Leo: „Die großen Zivilisationen haben uns die Musik geschenkt“

Am letzten Sonntag des Kirchenjahres, dem Christkönigsfest, hat Papst Leo XIV. auf dem Petersplatz eine Messe gefeiert. Dabei lud er die Gläubigen ein, „gemeinsam lobpreisend und voller Freude unserem Herrn Jesus Christus entgegenzugehen, dem König des Universums, dem sanften und demütigen Herrscher, dem Anfang und Ende aller Dinge. Seine Macht ist die Liebe, sein Thron ist das Kreuz, und durch das Kreuz strahlt sein Reich aus auf die Welt.“

Innerhalb des Heiligen Jahres 2025 beging Leo auch das Jubiläum der Chöre und Chorsänger, sodass er sich in seiner Predigt darauf konzentrierte. Die Aufgabe der Sänger sei es, alle Gläubigen „in den Lobpreis Gottes miteinzubeziehen und sie durch den Gesang stärker an der liturgischen Handlung zu beteiligen“.

„Die großen Zivilisationen haben uns die Musik geschenkt, damit wir das ausdrücken können, was wir tief in unserem Herzen tragen und was Worte nicht immer sagen können“, fuhr der Pontifex fort. „Sämtliche Gefühle und Emotionen, die in unserem Innersten aus einer lebendigen Beziehung zur Wirklichkeit entstehen, können in der Musik Ausdruck finden. Insbesondere der Gesang ist ein natürlicher und umfassender Ausdruck des Menschseins: Geist, Gefühle, Körper und Seele vereinen sich hier, um die bedeutenden Dinge des Lebens zu kommunizieren.“

„In Christus werden wir zu Sängern der Gnade, zu Söhnen und Töchtern der Kirche, die im Auferstandenen den Grund für ihren Lobpreis finden“, erklärte Papst Leo. „Die liturgische Musik wird so zu einem sehr wertvollen Instrument, mit dem wir Gott preisen und die Freude des neuen Lebens in Christus ausdrücken.“

Leo ermunterte die Sänger, „eure Chöre immer mehr zu einem Wunderwerk der Harmonie und Schönheit zu machen, und seid immer mehr ein leuchtendes Bild der Kirche, die ihren Herrn lobt. Befasst euch eingehend mit dem Lehramt, das in den Konzilsdokumenten die Normen für die bestmögliche Ausübung eures Dienstes darlegt. Vor allem aber solltet ihr in der Lage sein, das Volk Gottes immer teilhaben zu lassen und nicht der Versuchung erliegen, eine musikalische Vorstellung zu geben, die eine aktive Teilnahme der ganzen liturgischen Versammlung am Gesang ausschließt.“

„Achtet darauf, dass euer geistliches Leben immer dem Dienst, den ihr leistet, angemessen ist, damit dieser die Gnade der Liturgie glaubwürdig zum Ausdruck bringen kann“, mahnte er.

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