Der bekannte katholische Journalist und Publizist Martin Lohmann ist mit nur 68 Jahren am Montag gestorben. Er war über mehrere Jahrzehnte eine Stimme, die mit Überzeugung katholische Positionen auch in säkularen Medien vertrat – etwa zu Homosexualität und Abtreibung.
Geboren in Bonn, machte Lohmann 1976 sein Abitur in Bad Godesberg am Aloisiuskolleg, einer Jesuitenschule. Danach studierte er in Bonn die Fächer Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften.
Seine berufliche Laufbahn begann Lohmann 1983 als stellvertretender Bundesgeschäftsführer des Bundes Katholischer Unternehmer. 1987 ging er in die Medienbranche, genauer zum Rheinischen Merkur, eine inzwischen eingestellte Zeitung mit christlichem und konservativem Profil. Nach einigen Jahren als stellvertretender Chefredakteur wechselte er als Chefredakteur zur Rhein-Zeitung in Koblenz. Gleichzeitig war er einige Jahre lang Moderator der politischen Gesprächssendung Münchner Runde im Bayerischen Rundfunk.
Im Jahr 2004 verließ Lohmann die Rhein-Zeitung und arbeitete als freier Journalist. Ab 2010 war er Leiter des J. P. Bachem Verlags in Köln, bevor er von 2012 bis 2014 Chefredakteur des katholischen Fernsehsenders K-TV war. Von 2009 bis 2017 war Lohmann zudem Vorsitzender des Bundesverbands Lebensrecht.
Jahrzehntelang war er CDU-Mitglied, bevor er in den Jahren der Regierung von Angela Merkel die Partei verließ und später für die Werteunion arbeitete, wobei er auch diese neue Partei bald verließ.
Bis vor wenigen Monaten veröffentlichte Lohmann noch Videos auf seinem YouTube-Kanal, darunter eine fünfteilige Dokumentation über den verstorbenen Kölner Weihbischof Klaus Dick.
