Fürst Albert II. blockiert Abtreibungsgesetz in Monaco

Fürst Albert II. blockiert Abtreibungsgesetz in Monaco

Fürst Albert II. von Monaco hat das vom Nationalrat beschlossene Gesetz zur Legalisierung von Abtreibungen blockiert. Dabei berief er sich auf die prägende Rolle des katholischen Glaubens.

„Ich glaube, dass das derzeitige System unsere Identität widerspiegelt, wenn man die Rolle der katholischen Religion in unserem Land berücksichtigt, und gleichzeitig eine sichere und humane Unterstützung gewährleistet“, sagte er laut dem Catholic Herald der regionalen Zeitung Monaco-Matin.

Im März 2025 wurde der Gesetzentwurf von Mitgliedern des Nationalrats eingereicht. Er zielte darauf ab, Abtreibungen bis zur zwölften Schwangerschaftswoche ohne besondere Begründung zu legalisieren.

Mit 19 zu 2 Stimmen hatte das Parlament im Mai 2025 den Vorschlag angenommen. Neben einer zwölfwöchigen Frist sah der Entwurf eine Verlängerung auf 16 Wochen bei Vergewaltigungen sowie eine Senkung des Alters für einen eigenständigen Zugang ohne elterliche Zustimmung von 18 auf 15 Jahre vor.

Staatsminister Christophe Mirmand informierte später den Präsidenten des Nationalrats, Thomas Brezzo, über die Entscheidung des Fürsten, den legislativen Prozess nicht fortzusetzen.

Nach geltendem Recht ist die vorgeburtliche Kindstötung in Monaco somit weiterhin weitestgehend illegal. Seit 2009 ist sie nur in drei eng definierten Ausnahmefällen erlaubt: bei einer Vergewaltigung, bei akuter Lebensgefahr für die Mutter oder bei schweren Fehlbildungen des Kindes. In allen anderen Fällen gilt die Durchführung einer Abtreibung als Tötungsdelikt.

Seit 2019 können schwangere Frauen, die sich im Ausland einer Abtreibung unterziehen, nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden. Die Durchführung einer Abtreibung in Monaco steht jedoch weiterhin unter Strafe – für Ärzte beträgt die Höchststrafe fünf Jahre Gefängnis.

Bereits im Frühjahr hatte die Erzdiözese Monaco ihre Besorgnis über die mögliche Gesetzesänderung geäußert. Erzbischof Dominique Marie David sagte im März: „Das würde bedeuten, dass sich das Fürstentum nicht mehr mit den sozialen Werten des Katholizismus identifizieren würde.“

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