Vatikanische Ratzinger-Stiftung hat Roberto Regoli als neuen Präsidenten
Papst Leo XIV. hat zusammen mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin die institutionellen Organe der vatikanischen Joseph-Ratzinger-Stiftung erneuert und den Priester Roberto Regoli zu ihrem neuen Präsidenten ernannt.
Die am 1. März 2010 gegründete Stiftung hat zum Ziel, das Studium und die Theologie des Werks von Papst Benedikt XVI. durch Projekte und Konferenzen zu fördern und zu unterstützen.
Nach zehn Jahren an der Spitze der Stiftung endete die Amtszeit von Pater Federico Lombardi SJ, dem ehemaligen Direktor des Presseamtes des Heiligen Stuhls. Regoli, sein Nachfolger, ist Professor für Zeitgeschichte an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom sowie Autor zahlreicher Studien zur Geschichte des Papsttums und der römischen Kurie.
In einer von der vatikanischen Stiftung verbreiteten Botschaft bedankte sich Regoli für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und versicherte, dass er „dies auf die bestmögliche Weise erwidern“ möchte.
Er hob insbesondere den Beitrag der Kardinäle Francisco Ladaria und Gianfranco Ravasi hervor, sowie ganz besonders jenen von Lombardi, der in den vergangenen zehn Jahren „mit Umsicht und Zuversicht den Weg der institutionellen Initiativen geleitet hat“.
Papst Leo hat auch Kardinal Kurt Koch, den Präfekten des Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christen, Erzbischof Georg Gänswein, Erzbischof Salvatore Fisichella, Bischof Rudolf Voderholzer, den Priester und Dogmatiker Achim Buckenmaier sowie die Ärzte Andrea Filippi und Giuseppe Mascarucci als Mitglieder der Stiftung bestätigt.
Als neue Mitglieder wurden Kardinal Ángel Fernández Artime SDB, Erzbischof Bruno Forte, die Rechtsanwältin Francesca Bazoli sowie die Ärzte Alberto Gasbarri und Aurelio Ingrassia ernannt.
Unter den vorrangigen Verpflichtungen für die kommenden Jahre hob der neue Präsident den 100. Geburtstag von Joseph Ratzinger hervor, für den bereits verschiedene Kongressinitiativen, Publikationen, Ausstellungen und Konzerte vorbereitet werden, an denen viele Länder aus allen Kontinenten beteiligt sein werden.
„Das Erbe Ratzingers, des Theologen und Papstes, ist sehr lebendig, auch pastoral, als Quelle und Bestätigung vieler persönlicher Wege der Bekehrung in der Welt“, bekräftigte Regoli. Er erinnerte daran, dass „die Lebendigkeit seines Denkens nicht nur etwas zu sagen hat, sondern auch einen bedeutenden Beitrag zu den theologischen und kulturellen Debatten unserer Zeit leisten kann“.
„Mein persönliches Engagement“, fügte er hinzu, „ist es, dass diese Stimme auch durch die Stiftung weiter erklingen kann. Ich denke dabei nicht nur an die Hörsäle der Universitäten, sondern vor allem auch an die jungen Menschen, denen geholfen werden muss, die Schönheit des Glaubens wiederzuentdecken, vor allem in Christus und in der Kirche.“
Übersetzt und redigiert aus dem Original von ACI Prensa, der spanischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch.
