Missbrauchsstudie für Erzbistum Paderborn soll im März erscheinen
Die Missbrauchsstudie für das Erzbistum Paderborn soll am 12. März der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Dabei geht es um den Zeitraum von 1941 bis 2002. Die Amtszeit von Erzbischof Hans-Josef Becker, der 2022 zurücktrat, soll erst 2027 im Rahmen einer Missbrauchsstudie beleuchtet werden.
Die nun betrachtete Zeitspanne von über 60 Jahren umfasst die Amtszeiten von nur zwei Erzbischöfen, nämlich Kardinal Lorenz Jaeger, der von 1941 bis 1973 für das Erzbistum verantwortlich war, und Kardinal Johannes Joachim Degenhardt, ab 1973 bis zu seinem Tod im Jahr 2002 in derselben Position.
Das Erzbistum Paderborn betont: „Die kirchenhistorische Studie wurde unabhängig erstellt.“ Der gegenwärtige Erzbischof von Paderborn, Udo Bentz, bekräftigte: „Es ist uns wichtig, die wissenschaftliche Arbeit und deren Ergebnisse zu würdigen.“
Vor diesem Hintergrund teilte die Erzdiözese mit: „Am Tag nach der Präsentation durch die Universität wird das Erzbistum Paderborn am Freitag, 13. März 2025, die Studie um 11.30 Uhr auf einer Pressekonferenz gemeinsam mit der Unabhängigen Betroffenenvertretung einordnen. Beim Jahrestreffen von betroffenen Menschen im Erzbistum Paderborn am gleichen Nachmittag möchte Erzbischof Dr. Bentz mit den Betroffenen in Austausch über die Studienergebnisse gehen.“
Schließlich hieß es: „Um unmittelbar nach Veröffentlichung der Studie die Auseinandersetzung mit den Ergebnissen auch in der Fläche des Erzbistums zu ermöglichen, werden Erzbischof Dr. Bentz, seine Generalvikare Dr. Michael Bredeck und Thomas Dornseifer, der Interventionsbeauftragte Thomas Wendland sowie Mitglieder der Betroffenenvertretung zu drei regionalen Veranstaltungen in die Fläche des Erzbistums reisen.“
