Kölner Weihbischof Schwaderlapp bekräftigt, dass Dämonen tatsächlich existieren

Kölner Weihbischof Schwaderlapp bekräftigt, dass Dämonen tatsächlich existieren

Der Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp hat in einem EWTN-Podcast die kirchliche Lehre zur realen Existenz von Teufel und Dämonen bekräftigt. Demnach ist das Böse keine eigenständige Macht, tritt im Alltag aber oft in verführerischer Gestalt auf.

In dem EWTN-Podcast „Himmel, Herz & Hirn“ sprach der Weihbischof über das Wirken des Bösen. Hintergrund des Gesprächs ist die in der modernen Gesellschaft verbreitete psychologisierende Deutung biblischer Phänomene.

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Schwaderlapp wandte sich in dem Format gegen den Versuch, Dämonenaustreibungen im Neuen Testament rückwirkend ausschließlich als Heilungen psychischer Krankheiten zu erklären.

Nach Angaben des Weihbischofs unterscheiden bereits die Evangelisten deutlich zwischen Krankenheilungen und Exorzismen. Schwaderlapp verwies zudem auf reale Phänomene von Besessenheit, betonte jedoch, dass diese seltene Ausnahmefälle darstellten.

Echte Besessenheit setze voraus, dass ein Mensch den Teufel freiwillig annehme oder einen Pakt schließe. „Die meisten Menschen bei uns sind immer noch getauft und mit der Taufe ist man ein Kind Gottes und da haben die Dämonen und der Teufel erstmal keine Chance – nur wenn man ihn explizit einlädt“, sagte der Weihbischof.

Im Alltag wirke das Böse vielmehr durch Verführung. Der Teufel trete nicht abschreckend auf, sondern in einem Gewand, „was schön ist“, um Leidenschaften auszunutzen und letztlich die Persönlichkeit des Menschen zu zerstören. Als Beispiel nannte Schwaderlapp den Bereich der sexuellen Freizügigkeit, durch die Partner zu austauschbaren Objekten degradiert würden.

Theologisch wies Schwaderlapp ein dualistisches Denken zurück, in dem Gut und Böse als gleichwertige Mächte erscheinen. In der christlichen Sichtweise sei die Schöpfung grundsätzlich gut, und der Teufel bleibe an seine von Gott gesetzten Grenzen gebunden.

„Das Böse ist ein Mangel an Gutem“, erklärte Schwaderlapp. Der Teufel sei ursprünglich gut geschaffen worden, habe sich jedoch in Freiheit gegen Gott entschieden.

Als geistliche Mittel gegen teuflische Einflüsse empfahl der Weihbischof die Ausrichtung auf Gott, das Gebet, den Gebrauch von Weihwasser sowie die Anrufung des Namens Jesu und des Erzengels Michael.

„Jedes gute Wort, jedes Gebet ärgert den Teufel bis zum Letzten“, so Schwaderlapp. Zur Vertiefung des Themas verwies er zudem auf den humorvollen Literaturklassiker „Dienstanweisungen an einen Unterteufel“ des britischen Schriftstellers C. S. Lewis, der für seine „Chroniken von Narnia“ bekannt ist.

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